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Vom Gebäude zum Quartier - Energetische Sanierung auf Litauisch


Keštutis Navickas, Umweltminister Litauens bei der Eröffnung am 30. Juni 2017
Grußwort von Monika Thomas, Abteilungsleiterin im BMUB, am 30. Juni 2017
Anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von IWO-Vorstandsmitglied Knut Höller
Konferenzort am 30. Juni 2017 - die Nationalbibliothek in Vilnius; Fotos: Beta

Für eine nachhaltige und effektive energetische Sanierung von Gebäuden bedarf es eines ganzheitlichen Vorgehens – an die Stelle üblicher Einzelmaßnahmen tritt die strategische Bündelung und Koordinierung verschiedener abgestimmter, einander ergänzender Maßnahmen. Noch aussichtsreicher im Hinblick auf verbesserte Wohnverhältnisse, Energieeinsparungen und gesteigerte Energieeffizienz ist die Einbettung von Gebäudesanierungen in umfassende Quartierssanierungskonzepte, mittels derer auch angrenzende und verbundene Infrastruktur und Nachbarhäuser einbezogen werden. Litauen misst dem Quartiersansatz für künftige energetische Sanierung seines Gebäudebestands eine große Bedeutung zu - das Thema rückt auf in der politischen Agenda, nicht zuletzt durch das deutsch-litauische Projekt „Energetische Quartierssanierung in Litauen“. Es wurde ab 2015 unter Förderung des Beratungshilfeprogramms des BMUB (BHP) begonnen und am 30. Juni 2017 mit einer hochrangig besuchten Abschlusskonferenz in der Nationalbibliothek in Vilnius erfolgreich abgeschlossen.

Neben Meilensteinen wie der begleiteten Erarbeitung von Quartierskonzepten in drei der 60 litauischen Kommunen und Informationsveranstaltungen zur Verbreitung der Projektthemen und -ergebnisse legte das Projekt wichtige Grundlagen für eine fortgeführte bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Wohnungswesen, Quartiersentwicklung und Energieeffizienz. Basierend auf Erkenntnissen aus dem BHP-Projekt und in Anlehnung an das KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" veröffentlichte die litauische Regierung im Juni 2016 Empfehlungen zur energetischen Quartierssanierung.

Aus dem Projekt heraus wurden zudem Gespräche zwischen den Regierungen Litauens und Deutschlands über Fördermöglichkeiten begonnen, die unter anderem in der Unterzeichnung eines Rahmenressortabkommens zwischen Deutschland und Litauen am 22. Juni 2016 in Berlin resultierten. Auf Grundlage dieses Abkommens können Unternehmen und Kommunen in Litauen nun Anträge für innovative Umweltschutzpilotprojekte einreichen und eine Projektförderung durch das Umweltinnovationsprogramm Ausland (UIP Ausland) des BMUB beantragen. Ausführliche Informationen zum UIP enthält der Link in der rechten Spalte.

Die Abschlusskonferenz am 30. Juni 2017 wurde vom litauischen Umweltminister Keštutis Navickas sowie mit einem Grußwort von Monika Thomas, Abteilungsleiterin im BMUB, eröffnet. Beide Vertreter nahmen anschließend an der thematischen Podiumsdiskussion teil, zu der auch die litauische Vize-Umweltministerin Rėda Brandišauskienė, sowie aus dem Publikum Nijolė Dirginčienė, Bürgermeisterin der Stadt Birštonas, und Valius Serbenta, Direktor von Beta, stießen. Die Diskussionsrunde moderierte IWO-Vorstandsmitglied Knut Höller.

Mit der Konferenz ging eine Woche mit mehreren Projektabschlussveranstaltungen zu Ende, bei denen sowohl von deutscher als auch von litauischer Seite die ausdrückliche Absicht einer Fortführung der guten Zusammenarbeit bekräftigt wurde. Mehrere konkrete Ansätze werden nun weiterverfolgt, insbesondere hinsichtlich der dringend erforderlichen Qualifizierung und Einsetzung von Fachpersonal im Bereich Gebäude-, Wohnungs- und Quartierssanierung und -verwaltung und damit den Aufbau inländischer Expertise und Kapazitäten.

Das BHP-Projekt „Energetische Quartierssanierung in Litauen“ wurde durch das BMUB/UBA gefördert und in Zusammenarbeit mit der litauischen Nationalen Agentur für Energieeffizienz im Wohnungswesen Beta und dem Verband Litauischer Städte LSA durchgeführt. In den verschiedenen Arbeitspaketen waren Experten von insar consult, der Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH und des Deutschen Verband für Wohnungswesen (DV) eingebunden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Beteiligten und Mitwirkenden für die sehr gute und ergebnisreiche Projektzusammenarbeit.

Weitere Informationen zum BHP-Projekt finden Sie rechts.

 


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