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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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Aussichtsreicher und arbeitsträchtiger Zwischenstand - Modellvorhaben Deutsch-Ukrainische Effizienzhäuser


Als Partner der Deutschen Energie-Agentur (dena) und Teilnehmer in der „Initiative Energieeffizienz Ukraine“ beteiligt sich der IWO e.V. seit 2016 an dem Vorhaben, die Energieeffizienz in ukrainischen Mehrfamilienhäuser zu erhöhen und maßgebliche Grundlagen für ein nationales Förderprogramm für die Wohngebäudesanierung zu schaffen. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt das Projekt praktische Erkenntnisse rund um ausgewählte Modellvorhaben in den Mittelpunkt – daraus gewonnene Erkenntnisse sollen zugleich die inhaltliche Entwicklung des geplanten Förderprogramm und dafür geeignete Rahmenbedingungen sowie die schrittweise Einführung moderner Energiestandards unterstützen. Vor diesem Hintergrund arbeiten die dena und der IWO mit staatlichen und kommunalen Akteuren sowie Verbänden in der Ukraine zusammen.

Im Projekt ist IWO insbesondere auch damit betraut, ein umfangreiches Netzwerk an Arbeitskontakten zu den relevanten Stakeholdern aufzubauen und zu unterhalten, umfangreiche Recherchearbeiten und Berichte zu den relevanten Inhalten aufzubereiten und den Dialog mit den lokalen Akteuren aller Seiten zu gestalten. Der Verein unterstützt über das Projekt hinweg verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.

In der ersten Jahreshälfte 2016 war der IWO intensiv an der Ausschreibung und dem Auswahlprozess von 20 Modellvorhaben beteiligt und betreute die Projekteinführung im Rahmen von Auftaktworkshops sowie im Dialog mit den Vertretern der nominierten Modellvorhaben inhaltlich und organisatorisch mit.

Nach ihrer Nominierung waren die betreffenden Wohnungseigentümergemeinschaften ab Juni 2016 aufgerufen, erhältliche Dokumentationen und Baupläne ihrer Gebäude an die Projektpartner zu übermitteln. Die dena bereitete anschließend bis September 2016 die Wettbewerbsunterlagen für die Ausschreibung der Bestandsaufnahmen für die Gebäude vor. Für die ausgewählten Spezialunternehmen fand im Oktober unter Leitung des IWO ein Fachseminar zur Vermittlung deutscher Erfahrungen und Expertise statt. Die Bestandsaufnahmen der 20 ausgewählten Modellvorhaben erfolgten im November und Dezember 2016.

Im Sinne der begleitenden Information und Befähigung der Wohnungseigentümer fand am 10. und 11. März 2017 ein Weiterbildungsseminar „Auf dem Weg zur komplexen energetischen Sanierung von Mehrfamilienhäusern“ statt. Es informierte insbesondere zu rechtlichen und organisatorischen Fragen der energetischen Sanierung, effiziente Organisation von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Bewohnerversammlungen und Beschlussfassung, Rolle der WG als Bauherr. Anhand beispielhafter Sanierungskonzepte wurden Fragen und Schwierigkeiten erörtert. Das Seminar mit täglich um die 80 Teilnehmer diente nicht zuletzt dem Austausch und der Vernetzung von WEG untereinander und mit Experten. Es zielte zudem auf die Stärkung der Beziehung zwischen Stadtverwaltungen und WEGs/Bewohnern sowie auf die stärkere Einbeziehung der Stadtverwaltungen in das Projekt. Entsprechend stellte sich das Spektrum der Teilnehmer dar: Als Referenten nahmen neben den Projektpartnern aus Deutschland (dena, IWO, Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V.) Spezialisten aus der Ukraine teil, das Publikum setze sich aus Vertretern der 20 Modellprojekte, 14 betreffenden Stadtverwaltungen und öffentlicher Organisationen zusammen sowie aus Planern und Fachexperten für die Bestandaufnahme.

Bestandteil des Seminars war zudem die Ausstellung „Perspektiven großer Wohnsiedlungen. Projekte zur nachhaltigen, ökologischen, sozial verträglichen und wirtschaftliche tragbaren Weiterentwicklung großer Wohnsiedlungen in Deutschland“. Entwickelt vom Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. und ins Russische übersetzt durch den IWO wurde sie anlässlich des Seminars in Auszügen (10 Plakatwände) gezeigt und vom Direktor des Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., Ralph Protz, vorgestellt. Die Ausstellung befindet sich fortan im Beratungszentrum „Krug“ in Zaporizhja und kann von den Seminar- und Projektteilnehmern für ihre jeweilige Region angefordert werden.

Im März 2017 konnten die ersten Sanierungskonzepte an sieben der 20 Modellprojekte gesendet werden. Im April führte der IWO Informationsseminare in den Städten Kherson und Zhytomyr durch, zu denen neben Hausverwaltungen, involvierten und interessierten Bewohnern, NGOs und Vertretern der Modellvorhaben auch Entscheider aus den Stadtverwaltungen eingeladen wurden. Die Informationsseminare dienten der Vorstellung und Diskussion bisher erarbeiteter Sanierungskonzepte und ihrer möglichen Varianten. Die Projektpartner erhielten ein lokales Stimmungsbild und machten sich mit spezifischen Herausforderungen vor Ort vertraut. Am Rande fanden zudem Treffen bzw. ein Runder Tisch der Projektpartner mit Vertretern der Stadtverwaltungen statt.


Projektseminar in Kiew im März 2017: Ralf Protz, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e.V., Berlin; Wassil Limann, Präsident der Assoziation der Wohnungsverwalter, Kiew; Valerij Stefanec, Vorsitzender der WEG "Zhovtnavyj" in Odessa (v.l.n.r.)
Teilnehmer des Projektseminars in Kiew bei Vorstellung der Ausstellung des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e.V. "Perspektiven Großer Wohnsiedlungen"
 

Kontakt

Larissa Schreckenbach
Tel: +49 30 20 60 9802
schreckenbach@iwoev.org


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