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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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DNK als Grundlage für nachhaltige Entwicklung von Wohnungsgenossenschaften in Belarus


v.l.n.r.: Dr. Aleg Siwograkow (belarussicher Nachhaltigkeitsexperte), Jürgen Mathar (Five Cs), Tatjana Kowal (Vertreterin aus Pinsk); Fotos: IVIM

Der Abschlussworkshops des IBB-geförderten Projekts unseres langjährigen Partners IVIM am 8. November 2018 verdeutlichte unter Mitwirkung der IWO noch einmal, wie wichtig Nachhaltigkeitsstrategien für die Etablierung, Entwicklung und Arbeit von Wohnungsgenossenschaften in Belarus sind.

Das Eigenverständnis von Belarus als europäisches Land, das sich am Handeln und an den Standards Westeuropas orientiert, führt zu einer kritischen Selbstwahrnehmung und einem strukturellen Umdenken im Bereich der Wohnungswirtschaft. Der belarussische Internationale Verband von Immobilienmanagern (IVIM) schloss in Zusammenarbeit mit IWO am 8. November 2018 das 21 Monate andauernde Projekt „Nachhaltige Entwicklung der regionalen Wohnungsassoziationen in der Republik Belarus“ (Projekt 1650 im Förderprogramm Belarus des IBB) mit einem Workshop erfolgreich ab.

Das wichtigste Ziel des Projekts war die Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung der regionalen Verbände in Witebsk, Mozyr, Bobruisk und Pinsk.

Durch verschiedene Maßnahmen wie Runde Tische, eine Bildungsreise zu den Best Practices nach Minsk, Konferenzen und Workshops mit externen Experten wurden ihre Kompetenzen erweitert, ihre Akzeptanz in der Bevölkerung aber auch auf politischer Ebene erhöht und die Möglichkeit der Mitwirkung bei Entscheidungsprozessen auf regionaler und nationaler Ebene vergrößert. Weiterhin wurde die Mitgliederstruktur der Wohnungsassoziationen und des IVIM weiter aufgebaut und damit die Möglichkeit zur Zusammenarbeit untereinander gestärkt. Im Vordergrund des Projekts stand ebenfalls die Erhöhung der Professionalität der Wohnungsverwaltung in Weißrussland und die Erhöhung der Kompetenzen der einzelnen Wohnungsverwalter. Diese gesteckten und auch erreichten Ziele sollen der nachhaltigen Entwicklung von kompetenter, organisierter Wohnungsverwaltung in Belarus dienen.

Um Nachhaltigkeit drehte sich auch der Abschlussworkshop mit 55 Teilnehmern in Minsk. Vertreter belarussischer Wohnungsassoziationen aus sieben Städten, Vertreter von staatlichen Unternehmen, unter ihnen auch Bauunternehmen, deutsche Experten, belarussische Nachhaltigkeitsexperten, Vertreter der Presse sowie des Förderprogramms Belarus der Deutschen Bundesregierung kamen zusammen, um die Projektergebnisse auszutauschen und weitere Schritte für die nachhaltige Entwicklung von Wohnungsassoziationen zu planen.

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) und dessen Anwendung auf Belarus sollen dabei die nachhaltige Arbeit von Wohnungsverwaltern und deren Assoziationen stärken. Wie der DNK und die branchenspezifischen Ergänzungen des GdW dazu angewendet werden kann, erklärte Jürgen Mathar, Geschäftsführer von Five Cs, am Beispiel der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategien bei der Berliner Wohnungsgesellschaft Stadt und Land im Workshop. Dieses Referat stieß auf großes Interesse und gemeinsam empfahlen der deutsche Experte und der belarussische Nachhaltigkeitsexperte Dr. Aleg Siwograkow, diese Ergänzungen des GdW ins Russische zu übertragen. Die im Workshop ebenfalls vorgestellten Entwicklungsstrategien der Wohnungsassoziationen, die im Vorfeld ausgearbeitet und veröffentlicht wurden, könnten damit ergänzt und verfeinert werden. Der Projektleiter Gennadij Kaljonow (IVIM) und Projektexperte Bernhard Schwarz (IWO) sind sich einig, dass ein weiteres wichtiges Ergebnis neben der Ausarbeitung und Veröffentlichung dieser Strategien die Erstellung und Veröffentlichung der Broschüre mit Empfehlungen zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategien für regionale Wohnungsassoziationen, zusammengestellt von Dr. Aleg Siwagrakow, ist und sie die Grundlage für eine erfolgreiche Fortführung und nachhaltige Weiterentwicklung der Arbeit von belarussischen Wohnungsassoziationen bildet.

 

Kontakt

Für mehr Informationen wenden Sie sich gerne an Frau Alena Piatrouskaya unter +49 30 2067 9802 bzw. piatrouskaya@iwoev.org.

 

Weitere Informationen...

.. finden Sie auf der IVIM Webseite (nur auf Russisch)


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