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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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Einfache Lösungen nicht in Sicht – Sanierung des ukrainischen Wohnungsbestandes


Alexander Sin, Bürgermeister von Zaporizhia beim Runden Tisch

Der energetische Zustand des Wohnungsbestandes in der Ukraine ist nicht erst seit der Krise ein drängendes Thema. Einfache Lösungen sind aber nicht in Sicht, es gilt aus ukrainischen und internationalen Erfahrungen zu lernen und funktionierende Konzepte entwickeln.

Am 23. und 24. September veranstaltete die Initiative für Wohnungswirtschaft in Osteuropa in Zusammenarbeit mit der Assoziation der Wohneigentümergemeinschaften „Unser Haus“ (Unser Haus) des Gebietes Zaporizhia einen runden Tisch und ein Seminar zum Thema „Regionale Erfahrung bei der Sanierung von Wohngebäuden in der Ukraine“. Im Rahmen beider Veranstaltungen in der ostukrainischen Stadt Zaporizhia diskutierten Experten aus Deutschland und verschiedenen Regionen des Landes über Konzepte für die energetische Sanierung von Gebäuden und Fragen ihrer Finanzierung. Vertreter der Städte Lviv, Charkiv, Odessa, Cherson, Krivoj Rog, Zhitomir und Melitopol präsentierten ihre Erfahrungen in Sanierungsprojekten. Von deutscher Seite wurden Handlungsempfehlungen für die energieeffiziente Sanierung im Wohnungssektor vorgestellt, die sich an den Gegebenheiten der Ukraine orientieren. Diese Empfehlungen basieren auf den Resultaten des deutsch-ukrainischen Projektes „Energieeffiziente Stadt in der Ukraine“. Das vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft initiierte Projekt, entwickelte ein Konzept für thermische Sanierungen eines Gebäudekomplexes am Beispiel der westukrainischen Stadt Zhovkva.
Außerdem wurde das Projekt „Technische Analyse des Gebäudebestandes in Plattenbauweise in der Stadt Dnepropetrovsk“ vorgestellt. Innerhalb dieses Projektes wurde anhand eine Bestandsaufnahme einiger in industrieller Bauweise gefertigten Wohngebäude erstellt, um einen aussagekräftigen Überblick über den technischen Zustand sowie über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen und –kosten und die damit verbundenen energetischen Einsparpotenziale zu erhalten. Auf Grundlage dieser Daten wurde ein erstes Konzept erarbeitet. Inhaltliche Schwerpunkte waren Varianten möglicher technischer und technologischer Lösungen für die Sanierungsmaßnahmen.
Ein weiteres Beispiel aus Dnepropetrovsk beleuchtete den Mechanismus Energiecontracting als mögliches Finanzierungsmodell von Modernisierungen öffentlicher Gebäude. Das Vorhaben wird durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) mit einem Kredit gefördert.
Die Veranstaltung richtete sich an Entscheidungsträger aus der Politik, aber vor allem an Wohneigentümergemeinschaften, denen eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung des Wohnungsbestandes in der Ukraine zukommt.

 

 

Kontakt:

Larissa Schreckenbach
Tel: +49 3020605487
schreckenbach@iwoev.org

Johann Strese
Tel: +49 30 20679802
strese@iwoev.org

Auftraggeber:

Friedrich Naumann Stiftung : "FÜR DIE FREIHEIT"

Veranstalter:

Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO e.V.), Berlin


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