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Sonnige Aussichten: SOL-Abschlusskonferenz in Vilnius


PV-Panels auf einem Wohnhaus in Berlin, 2018. Foto: IWO e.V.

Am 12. April 2019 fand das Projekt SOL – Solar Energy for Multi-Family Buildings in Lithuania im litauischen Parlament, dem Seimas, seinen erfolgreichen Abschluss. Die Konferenz wurde in inhaltlicher und terminlicher Verknüpfung mit einer Konferenz des EU-geförderten Projekts EUHeroes - Connecting Communities veranstaltet.

Kęstutis Mažeika, neu ernannter Umweltminister Litauens, und Žygimantas Vaičiūnas, Energieminister der Republik Litauen, eröffneten die Konferenz und stellten die Fortschritte und strategische Planung Litauens im Hinblick auf erneuerbare Energien vor. Beide betonten die Notwendigkeit, im Energiebereich alte Standards zu überwinden und sich zügig den EU-Anforderungen und technologieoffen den Trends in nachhaltiger Energieproduktion und -versorgung anzunähern. Virgilijus Poderys, Vorsitzender des Parlamentarischen Ausschusses für Energie und Nachhaltige Entwicklung, und IWO-Geschäftsführer Knut Höller führten als Moderatoren durch das Programm.

Regierungs- und Parlamentsvertreter begrüßten die Initiative des Projekts und drückten Ihre Wertschätzung für die Erkenntnisse aus Bestandsaufnahme und Potentialanalyse aus, die die Kernaktivitäten im Projekt darstellten. Diese bieten nun eine (auch datenrelevante) wichtige Grundlage, um Solarenergie für den Eigenverbrauch bei der langfristig priorisierten energetischen Modernisierung der Wohngebäude in Litauen künftig zu berücksichtigen und mit entsprechenden Fördermittel zu hinterlegen.

Fördermöglichkeiten sollen insbesondere im Rahmen einer entsprechenden Anpassung des seit 2005 laufenden staatlichen Förderprogramms für die Energieeffiziente Modernisierung der Mehrfamilienhäuser in Litauen geschaffen werden, das von BETA verwaltet und umgesetzt wird. Zudem bietet die staatliche Investitionsagentur VIPA bereits eine Förderlinie für die Anwendung von Solarenergie in Wohn- und anderen Gebäuden, die auf Basis der Projektergebnisse voraussichtlich effektiver genutzt und vermehrt nachgefragt werden könnten.

SOL zeigte zunächst, dass es sich mit Blick auf das Potential wirtschaftlich und energetisch lohnt, den Einsatz von Sonnenenergie in Wohnhäusern zu steigern und zu fördern. Das Projekt kam zur rechten Zeit, denn der politische Diskurs zur Integration erneuerbarer Energien in Litauen hat bereits in 2018 Fahrt aufgenommen: Parallel zur Projektumsetzung wurden mehrere Gesetzesentwürfe und -änderungen angestoßen, u.a. auch zum Aspekt der „Prosumenten“, die sich positiv auf die Einbindung von Solarenergie und anderen erneuerbaren Energien in Litauen auswirken und teils bereits 2019 in Kraft treten. Die Projektpartner sind gemeinsam mit den litauischen politischen Entscheidern derzeit bemüht, basierend auf den SOL-Potentialanalysen Folgeaktivitäten in Form eines Pilotumsetzungsprojekts zu entwickeln.

SOL wurde gemeinsam von IWO und der Alliance of Lithuanian Consumer Organisations initiiert und in Zusammenarbeit mit Applied Research Institute for Progressive Technologies (PROTECH) und dem Steinbeis-Innovationszentrum energie+ von Oktober 2018 bis April 2019 realisiert. Die Europäische Klimainitiative EUKI förderte das Projekt. Weitere Informationen finden sich hier.

 

Kontakt

Knut Höller
Tel: +49 30 20 67 98 02
hoeller@iwoev.org

Inga Rovbutas
Tel: +49 30 20 67 98 02
rovbutas@iwoev.org

 


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