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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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IWO arbeitet erfolgreich mit UNDP Kasachstan


Die Zusammenarbeit mit UNDP (United Nations Development Programme) Kasachstan hat eine mehrjährige Tradition, deren Anfang auf das Jahr 2011, den Beginn des deutsch-kasachischen Ausbildungsprojekts im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zurückgeht. Von 2012 - 2014 realisierten IWO und IWO-Mitglied IPB.B GmbH mehrere Beratungsaufträge für UNDP: Entwicklung von Modernisierungskonzepten für öffentliche Gebäude und Mehrfamilienhäuser. In 2015 führte IWO e.V. gemeinsam mit UNDP-Partnern Weiterbildungsmaßnahmen für Wohnungsverwalter sowohl in Kasachstan als auch in Deutschland durch. Im November dieses Jahres nahmen IWO-Mitarbeiter und Mitglieder an zwei internationalen UNDP / GEF (Global Environment Fund) Konferenzen in Astana teil: „Promoting design and construction of energy efficient residential buildings in Kazakhstan” und „Transition to Low-carbon Urban Development: Global Trends and Prospects for Kazakhstan and Central Asia“.

Weiterbildung in Kasachstan

Vor zwei Jahren wurden durch die Regierung der Republik Kasachstan (RK) mit Unterstützung von UNDP / GEF einige Entwicklungsprogramme in den Gebieten Qysylorda und Mangghystau in Kasachstan gestartet. Eines der Programme hat die Effizienzsteigerung in der Wohnungswirtschaft zum Ziel.Im halbjährigen deutsch-kasachischen Projekt „Reformen in der Wohnungswirtschaft - Erhöhung des Potenzials von Wohneigentümergemeinschaften (WEGs) im Bereich der Wartung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern“ führte IWO e.V. im Juli 2015 im Auftrag von UNDP Seminare in den o.g. Gebieten zu Fragen der effektiven Wohnungsverwaltung, Energieeffizienz und energetischen Gebäudesanierung durch. Das war der erste Teil der im Projekt geplanten Weiterbildung. Das Seminarkonzept berücksichtigte nicht nur die deutsche Erfahrung aus diesen Fachgebieten, sondern auch die Erfahrung anderer postsowjetischer Länder, die eine vergleichbare Situation in der Wohnungswirtschaft wie Kasachstan haben. Die langjährigen ukrainischen und belarussischen Partner, Mitglieder des vom IWO e.V. gegründeten Internationalen Verbandes für Immobilienmanagement (IVIM), nahmen als Referenten in den Seminaren teil. Sie berichteten den kasachischen Kollegen über den Verlauf der Reformen in der Wohnungswirtschaft in ihren Ländern, über den Zustand des Wohnungsverwaltungsmarktes und über Fragen der energetischen Gebäudesanierung wie Finanzierung, Projektmanagement, verwendete Technologien und Baumaterialien. Besonderes Interesse und lange Diskussionen rief das Thema ´Die Notwendigkeit der Gründung verschiedener Assoziationen und Verbände im Bereich der Wohnungswirtschaft´ hervor. Am Beispiel von IVIM wurde den Seminarteilnehmern gezeigt, welche Rolle die Verbände für die Entwicklung einer professionellen Immobilienverwaltung spielen.

Weiterbildung in Deutschland

ProPotsdam zeigt Gartenstadt Drewitz (© UNDP KAZ)

Das Thema ´Verbände´ wurde auf der Studienreise (zweiter Teil der Weiterbildung) nach Deutschland, die im September 2015 stattfand, vertieft. In Berlin hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, von Martin Kaßler, Geschäftsführer des Dachverbandes Deutscher Immobilienverwalter (DDIV), über die Inhalte der Verbandsarbeit in Deutschland zu erfahren.
Der Schwerpunkt der Weiterbildung in Berlin bildete die Wohnungsverwaltung. Die kasachischen Partner - WEG-Verwalter der Gebiete Qysylorda und Mangghystau, Vertreter des Wirtschaftsministeriums der Republik Kasachstan und UNDP Partner - besuchten zwei Unternehmen, VEGIS GmbH (IWO-Mitglied) und ProPotsdam GmbH, wo sie die Möglichkeit bekamen, die Struktur der Unternehmen, deren Tätigkeitsbereiche, die Aufgaben eines Wohnungsverwalters und verschiedene Projekte der energetischen Sanierung von Wohngebäuden kennenzulernen. Vor Ort bekamen sie unmittelbar Antworten auf die sie interessierenden Fragen von den deutschen Kollegen, Spezialisten aus der Praxis. Von ProPotsdam wurde eine Fachexkursion in das Potsdamer Wohngebiet Drewitz organisiert. Das Modernisierungsprojekt „Gartenstadt Drewitz“ begeisterte die Seminarteilnehmer mit seinem integrierten Stadtteilentwicklungskonzept, das für sie eine vollkommen neue Erfahrung darstellte. Werner Merkel, Geschäftsführer der VEGIS GmbH, der sich mit der Wirklichkeit der Wohnungsverwaltung im postsowjetischen Raum durch seine Teilnahme an zahlreichen IWO-Projekten gut auskennt, war ein sehr guter Ansprechpartner für die Teilnehmer der Studienreise. In seinen Vorlesungen ist Werner Merkel nicht nur auf praktische Themen wie die Organisation und Durchführung einer Eigentümerversammlung, Erstellung des Jahresplanes, Kostenabrechnung, Wartung und Modernisierung von Gebäuden eingegangen, sondern hat auch ausführlich die deutschen gesetzlichen Grundlagen der Wohnungsverwaltung (Wohneigentümergesetz, Teilungserklärung) dargestellt.

Fachexkursion Berlin - Marzahn / Besuch Profine GmbH (© UNDP KAZ)

Zu den wichtigsten technischen Gebäudekonstruktionen – Fassade und Fester – erhielten die kasachischen Fachleute Informationen von Referenten der PROFINE GmbH und der LACUFA GmbH Lacke und Farben (IWO-Mitglieder). Die Veranstaltung fand bei der Profine GmbH statt, einem der größten Fensterprofilhersteller. Hier wurden die für die Teilnehmer wichtigen Fragen geklärt: was sind die Eigenschaften von energieeffizienten Fenstern nach deutschem Standard und welche Dämmmaterialien werden für Plattenbauten verwendet? Die Hauptzüge der auf Energieeffizienz in Gebäuden gerichteten Politik wurden der Gruppe aus Kasachstan im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) von Klaus Dilmetz, Referat ´Gebäude- und Anlagetechnik´, erläutert. Die Teilnehmer waren sich nach der Führung durch das BMUB und dem Besuch der Energieeffizienzhaus Plus in Berlin (ein Modellprojekt BMUB) darin einig, dass die beiden Gebäude die im Vortrag dargestellte Politik repräsentieren.

Im Anschluss reisten auf Einladung von UNDP Kasachstan deutsche Experten im November 2015 nach Astana zu zwei internationalen Konferenzen.

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Kontakt:

Larissa Schreckenbach
Tel: +49 3020605487
schreckenbach@iwoev.org

Johann Strese
Tel: +49 30 20679802
strese@iwoev.org


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