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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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Initiative Energieeffizienz Ukraine


Die Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V., der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), BE Berlin Economics GmbH und die Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine haben sich 2015 zur „Initiative Energieeffizienz Ukraine“ zusammengeschlossen. Ziel ist eine zügige und flächendeckende Erhöhung der Energieeffizienz im überalterten Wohnungsbestand der Ukraine und die Modernisierung der Wärmeversorgung. Die Partner sind bereit, ihr Know-How und ihre langjährigen Erfahrungen im Reformprozess der Ukraine einzubringen.

Ungeachtet einer  langjährigen und breiten Diskussion über die herrschende Situation, zählt die Wohnungs- und Kommunalwirtschaft heute immer noch zu den ineffizientesten Bereichen der Volkswirtschaft. Dabei wären die lange überfälligen Investitionen im Wohnungsbau und der Fernwärme ein bedeutender Anstoß für das dringend notwendige gesamtwirtschaftliche Wachstum in der Ukraine. Dies würde bedeutende fiskalische und außenwirtschaftliche Effekte nach sich ziehen: Durch flächendeckende Modernisierungen des Wohnungsbestandes entstünden im ganzen Land Hunderttausende neuer Arbeitsplätze. Der Staatshaushalt würde direkt entlastet werden durch zusätzliche Steuereinnahmen. Durch eine Absenkung des Energieverbrauchs müsste zudem deutlich weniger Energie importiert werden die Energiesicherheit würde steigen.

Der Reformprozess zeigte in der Vergangenheit hingegen kaum Wirkung trotz der sechs Jahre währenden Implementierung des „Nationalen Programms zur Reform und Entwicklung der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft für 2009-2014“. Viele Fragen blieben ungeklärt nach der Privatisierung des Wohnungsbestandes Anfang der 1990er Jahre. Dies äußert sich in unklaren Eigentumsverhältnissen und Zuständigkeiten, dem mangelnden Bewusstsein der Bewohner hinsichtlich ihrer Verantwortung für ihr Eigentum und einem gewaltigen Investitionsstau am Gebäudebestand und in der Fernwärmeversorgung.

Die jüngsten Gesetzesnovellen sind vielversprechend und weisen in die richtige Richtung. Sie werden jedoch wirkungslos bleiben, wenn diese Reformen nicht begleitet werden von breit angelegten Förder- und Finanzierungsprogrammen, die auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Wohneigentümer abgestimmt sind. Diese Programme sollten in Einklang stehen mit einer Tarifpolitik, die weder nach dem bisherigen „Gießkannenprinzip“ funktioniert noch alle Lasten allein auf den Endverbraucher abwälzt. Daneben bedarf es einer umfangreichen Aufklärung und organisatorischen Unterstützung der Eigentümer sowie einem zügigen Ausbau der Kapazitäten im Bereich der Projektplanung und -ausführung, die durch eine unabhängige Qualitätssicherung flankiert werden muss. Schließlich muss die Verwaltung der Mehrfamiliengebäude dringend professionalisiert und ein Markt für Wohnungsverwaltung geschaffen werden.

Die „Initiative Energieeffizienz Ukraine“ wurde initiiert durch den Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, das Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. und IWO e.V. und baut auf dem gemeinsamen Projekt „Energieeffiziente Stadt in der Ukraine“ auf. Ziel ist die Erarbeitung der erforderlichen Konzepte und die zügige Umsetzung in konkreten deutsch-ukrainischen Projekten in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und der Regierung der Ukraine.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Seite des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft

 

Kontakt:

Ina Rumiantseva
Leiterin des Koordinierungsbüros

Tel: +49 (0) 30 20 67 98 02 rumiantseva@iwoev.org

 

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