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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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Projektaktivitäten des PPP-Projektes Ukraine in Lwiw


Am 17.05.2011 fand im Wissenschaftszentrum West in Lwiw ein Runder Tisch zu Fragen der Reform der Wohnungswirtschaft statt. Organisiert wurde diese Veranstaltung durch die vereinten Anstrengungen der Partner zweier Projekte - des Projektes „Zivile Initiativen bei der Reform der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft“, unterstützt durch den Internationalen Fond „Vosrozhdenie“ (Wiedergeburt) und des PPP-Projektes „Manager für energetische Gebäudesanierung“, finanziert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ, Deutschland und die Firma profine, Ukraine.

Die gemeinsame Arbeit während des Runden Tisches war äußerst fruchtbar, da die beiden Hauptthemen der Veranstaltung, Wohnungsverwaltung und komplexe Sanierung, deren Erörterung ein ganzer Tag gewidmet war, eng miteinander verbunden sind. Im ersten Teil des Runden Tisches ging es um den Prozess der Gründung von Wohneigentümergemeinschaften (WEG) von Mehrfamilienhäusern im Gebiet Lwiw. Die Teilnehmer - Vertreter örtlicher Verwaltungen, Leiter von WEG und Vorsitzende mehrerer Zweigstellen der Assoziation der Wohneigentümer der Ukraine aus Lwiw, Uzhhorod, Vinnytsia, Chernivtsi, Ivano-Frankivsk - diskutierten die Probleme bei der Gründung von WEG im Gebiet Lwiw und tauschten ihre Erfahrungen bei deren Lösung aus. Gemäß Angaben des Ministeriums für die Fragen der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Ukraine waren per 01.01.2011 im Lande 12.000 WEG registriert. In Lwiw arbeiten 401 derartige Vereinigungen. Weiterhin gibt es 200 Initiativgruppen, die die Gründung einer WEG in ihren Häusern planen.

WEG - erster Schritt auf dem Weg zur Planung und Durchführung von komplexen Arbeiten zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden. Häufig haben die Eigentümer und die Verwaltung einer WEG keine klaren Vorstellungen davon, wie sie am besten die Sanierung ihres Hauses in Angriff nehmen sollen, um unter Ausnutzung ihrer knappen finanziellen Möglichkeiten den Energieverbrauch maximal zu senken.

Der zweite Teil des Runden Tisches, in dem es um die Erfahrungen aus Deutschland und den Osteuropäischen Ländern bei der energetischen Sanierung von Gebäuden ging, half den Teilnehmern, eine Vorstellung über die komplexe Herangehensweise an dieses Problem zu bekommen. Deutsche Experten präsentierten Beispiele komplexer Sanierungsvorgänge von Wohngebäuden in Deutschland (notwendige energiesparende Maßnahmen, Sanierungskosten und Finanzierungschemata). Außerdem stellten sie Berechnungen für konkrete Gebäude in der Ukraine vor, u.a. in Kramatorsk (ul. Parkovaja 95) und in Chernivtsi (ul. Golovna 208). Dieses Thema wurde ebenfalls am nächsten Tag auf dem zweitägigen Seminar zum Management der energetischen Sanierung von Wohngebäuden lebhaft diskutiert.

Zu Beginn des Seminars rief der Gedanke, Häuser komplex zu sanieren und eine maximale Einsparung von Energie zu erreichen,
aufgrund der hohen Kosten für eine solche Maßnahme noch skeptische Bemerkungen hervor. Im Laufe der Erörterung der Mechanismen und Instrumente, die in Deutschland angewendet wurden und die auch in der Ukraine erfolgreich eingeführt werden können sowie unter Berücksichtigung der Möglichkeiten der vorhandenen Technologien und Baumaterialien überzeugten sich die Teilnehmer des Seminares mehr und mehr von der Realität der Realisierung komplexer Lösungen.

In Lwiw sind konkrete Pilotprojekte zur komplexen Sanierung von Gebäuden erforderlich, die anschaulich die Vorteile einer solchen Herangehensweise zeigen! Gegenwärtig erschwert das Fehlen entsprechender Rahmenbedingungen allerdings die Initiierung derartiger Projekte.
Die komplexe Sanierung bremsen Faktoren wie das Fehlen komplexer Konzepte auf städtischer und auf Gebietsebene, Probleme bei der Wohngebäudeverwaltung, die Unmöglichkeit für Vereinigungen von Eigentümern von Mehrfamilienhäusern (WEG) zinsgünstige Kredite für die Sanierung ihres Wohneigentums zu erhalten, der Mangel an Spezialisten mit umfassenden Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiet der energetischen Sanierung und der Durchführung von professionellen Energieaudits und viele andere.

Das Seminar - das vierte von insgesamt sechs im Projekt geplanten - fand am 18. Mai genauso wie der Runde Tisch im Wissenschaftszentrum West der Stadt Lwiw statt, am 19. Mai in der Gebietsverwaltung Lwiw. Im Zentrum des Interesses des Seminares standen neben der Frage, was versteht man unter der energetischen Sanierung eines Gebäudes, auf die die deutschen und ukrainischen Experten Antworten gaben, Fragen der Planung des Sanierungsprozesses und des Zusammenwirkens der am Prozess beteiligten Partner.

Am Ende des Seminares erhielten die 30 Teilnehmer Zertifikate über die erfolgreiche Weiterbildung auf dem Gebiet des Managements der energetischen Sanierung von Gebäuden.

Im Projekt sind für 2011 noch zwei weitere regionale Seminare zum Management der energetischen Sanierung geplant: in Kherson (September) und Kharkiv (Oktober).

 

 

 

 

 

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Seminarprogramm

 

 

Seminarteilnehmer

 

 

 

 

 

 

 

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Larissa Schreckenbach


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