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Weiterbildung von Quartierssanierungsmanagern in Litauen


Das Projektvorhaben wird von Oktober 2017 bis Februar 2020 umgesetzt und durch die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) gefördert. Ziel der Aktivitäten ist die Entwicklung, Durchführung und Etablierung der praxisorientierten und berufsbegleitenden Weiterbildung von Quartiersanierungsmanagern in Litauen. Das Projekt ist darauf angelegt, ein Drittel aller 60 litauischen Kommunen zu erreichen. Die Weiterbildung zum Quartierssanierungsmanager begleitet die Teilnehmer bei der parallelen Erarbeitung von Quartierssanierungskonzepten in ihren jeweiligen Kommunen. Dadurch trägt das Vorhaben direkt zur Umsetzung der unlängst beschlossenen Fokussierung auf eine integrierte Herangehensweise für die energetische Stadtsanierung in Litauen bei.

Die Rolle von Stadtplanung und Stadtentwicklungsplanung als integrierter Ansatz hat im Zuge der Einbindung in die Europäische Union auch in Litauen eine Aufwertung erfahren. Die Ausarbeitung von integrierten Handlungskonzepten ist mehr und mehr die Voraussetzung für die Inanspruchnahme von nationalen und EU-Fördermitteln, jedoch ist eine integrierte Herangehensweise in Litauen wie in Mittel- und Osteuropa insgesamt bislang nur bedingt verbreitet.

Im Juni 2016 verabschiedete die litauische Regierung Empfehlungen für die „Steigerung der Energieeffizienz in Quartieren“. Mit diesen Empfehlungen erhält die integrierte Herangehensweise an die Stadtentwicklung einen größeren Stellenwert, da die Vergabe der knappen Mittel aus dem Staatshaushalt und den EU-Fonds darauf aufbauen und somit optimiert werden soll. Kommunen sollen künftig integrierte energetische Quartierskonzepte erarbeiten und dafür Umsetzungspersonal (besagte „Programmverwalter“) einsetzen. Das zuständige Umweltministerium und die beiden von ihm betrauten Stellen, die Staatliche Agentur für Wohnungswesen und Energie (BETA) und die litauische Investitions- und Entwicklungsagentur (VIPA), stehen am Anfang der Umsetzung, für die großer Qualifizierungs- und Begleitungsbedarf in den Städten und Gemeinden Litauens besteht. Die Kommunen in Litauen haben bisher nahezu keine Erfahrung in der Erstellung von energetischen Quartierskonzepten oder integrierten Stadtentwicklungskonzepten.

Hier setzt das gemeinsame Projekt an und will zur Realisierung des Regierungsvorhabens beitragen: Es werden Kapazitäten bei den verantwortlichen Akteuren (insb. BETA), relevanten Interessenvertreter wie dem Verband der litauischen Städte (LSA) und vor allem bei den von den Kommunen einzusetzenden Quartierssanierungsmanagern aufgebaut und gestärkt. Damit schließt das Projekt unmittelbar an die aktuelle Herausforderung der litauischen Regierung, die o.g. Empfehlungen umzusetzen und die bestehende Lücke an qualifiziertem Personal in den Kommunen in einem ersten Schritt anteilig und nachhaltig orientiert zu schließen.

Der politische Partner des Vorhabens ist das Umweltministerium der Republik Litauen. Das Ministerium ist unter anderem verantwortlich für die Politikfelder Wohnungswesen, Energieeffizienz und Stadtentwicklung. Das Prinzip der Nachhaltigkeit steht weit oben auf der politischen Agenda in Litauen. Es ist auch Grundlage und Anlass für die bilaterale Zusammenarbeit mit dem deutschen Umweltministerium für die Stärkung von Kapazitäten und die Politik im Bereich energetische Stadtsanierung.

 

Kontakt

Knut Höller
Tel: +49 30 20 67 98 02
hoeller@iwoev.org

Saskia Lührs
Tel: +49 30 20 67 98 02
luehrs@iwoev.org


Projektlaufzeit

Oktober 2017 - Februar 2020

gefördert durch

Das Projektvorhaben „Weiterbildung von Quartierssanierungsmanagern in Litauen“ knüpft an das Projekt Energetische Quartierssanierung in Litauen an, das im Rahmen des Beratungshilfeprogramms für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens (BHP) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) von 2015 bis 2017 gefördert und umgesetzt wurde. Adressaten der Beratung waren das Umweltministerium der Republik Litauen, der Verband der litauischen Städte (LSA) sowie die Stadtverwaltungen in Šiauliai, Utena und Birštonas. Das Projekt wurde gemeinsam von IWO e.V. und der litauischen Staatlichen Agentur für Wohnungswesen und Energie (BETA) durchgeführt.


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