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	<title>Felicity II UA | Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa</title>
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		<title>IWO auf dem 13. World Urban Forum in Baku</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Beer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 May 2026 09:46:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Felicity II UA]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[SUR]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Vom 17. bis 22. Mai 2026 nahm IWO am 13. Weltstädteforum (WUF) teil, das in Baku, Aserbaidschan, stattfand.</strong></p>
<p>Das WUF ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung und wird von UN-Habitat veranstaltet. Das diesjährige Thema, <em>„Housing the World: Safe and Resilient Cities and Communities“</em>, befasste sich direkt mit der globalen Wohnungskrise und mündete in den <a href="https://news.un.org/en/story/2026/05/1167577">Baku Call to Action</a>.</p>
<p>Knut Höller, Vorstandsmitglied des IWO e.V., wirkte an zwei Veranstaltungen des Forums mit.</p>
<p>Bei der Podiumsdiskussion “<em>Housing for Recovery and Resilience – Municipal Social Housing as Sustainable Development Goals in Action”</em>, organisiert von der GIZ, stand die Vorbereitung der Umsetzung des kommunalen Wohnungsbaus in der Ukraine, der von Deutschland nachdrücklich unterstützt wird, im Mittelpunkt. Der Bürgermeister von Hannover erklärte, wie wichtig die lokale Wohnungsversorgung für eine Stadt ist, und bekräftigte, dass Hannover seine ukrainische Partnerstadt in diesem Bereich weiterhin unterstützen werde. Der EIB-Vertreter Grzegorz Gajda erläuterte das EIB-Pilotprogramm zur Finanzierung kommunaler Wohnungsbauprojekte und skizzierte den Weg zu einer systemischen Finanzierung dieses Sektors in der Ukraine. Die Vertreter der Partnerstädte des IWO im Rahmen des SUR*-Projekts, Volodymyr Nikolaichuk, Leiter der Abteilung für Wohnungswesen und kommunale Dienstleistungen des Stadtrats von Mykolajiw, und Svitlana Olshanska, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Schytomyr, stellten die wichtigsten Ergebnisse der gemeinsamen Entwicklung der kommunalen Wohnungsbaustrategien vor und skizzierten die Prioritäten der Städte beim Wiederaufbau des Wohnungswesens.</p>
<blockquote>
<p>„Die größte Herausforderung beim Aufbau von Sozialwohnungen in der Ukraine und anderen Transformationsländern besteht darin, das kulturelle und politische Stigma zu überwinden, das mit Wohnmodellen ohne Eigentumsbezug verbunden ist. Dieses Stigma hat seine Wurzeln in einem Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen, das bis in die sozialistische Ära zurückreicht. Sobald die Gesellschaft akzeptiert, dass das Mieten die Freiheit nicht untergräbt und für Binnenvertriebene, Arbeitnehmer und Studierende unverzichtbar ist, kann ein widerstandsfähigerer und vielfältigerer Wohnungsmarkt erreicht werden,“ betonte Knut Höller.</p>
</blockquote>
<p>Bei der Podiumsdiskussion „<em>Von Ruinen zu bezahlbarem Mietwohnraum als schnelle und klimafreundliche Antwort auf städtische Vertreibung“</em>, organisiert von der NGO Metalab und Habitat for Humanity Ukraine stellten die Partner die Ergebnisse eines Gebäudesanierungsprojekts in Kalusch vor, durch das 48 Sozialmietwohnungen sowie ein Betriebs- und Verwaltungsmodell für die weitere Verwaltung dieser Wohnungen geschaffen wurden. Der Abgeordnete Pavlo Frolov, Mitverfasser des ukrainischen Gesetzes Nr. 4080, das darauf abzielt, die Sanierungsmethode zur Schaffung von Wohnraum für Binnenvertriebene zu optimieren, bestätigte das Konzept des Projekts und bezeichnete es als perfektes Beispiel dafür, wie diese Arbeitsrichtung in der Ukraine umgesetzt werden kann.</p>
<p>Da IWO dieses Sanierungsprojekt mit deutschen Erfahrungen im Bereich der Verwaltung von Sozialwohnungen unterstützt hat, trug Knut Höller zur Podiumsdiskussion bei, indem er die Erfolge des Projekts und das Potenzial für eine Ausweitung hervorhob.</p>
<p>Yuliia Popova, Projektmanagerin bei IWO e.V., sprach bei zwei weiteren Veranstaltungen.</p>
<p>Bei „<em>Risikobewertung in kriegsbetroffenen Städten als Leitfaden für den wohnungszentrierten Wiederaufbau und die Stadterneuerung“</em>, organisiert vom Lviv City Institute und der GIZ, stellte sie die kommunale Wohnungsstrategie als Rahmen vor, um die langfristige Widerstandsfähigkeit des Wohnungswesens zu stärken und den langfristigen Wiederaufbau des Wohnungswesens in kriegsbetroffenen Städten zu steuern. Die Vertreter der SUR-Partnerstädte – der Bürgermeister von Kremenchuk, Vitaliy Maletskyi, und die Leiterin der Wohnungsabteilung, Maryna Kharchenko – stellten bewährte Verfahren der Städte zur Risikovorsorge und Reaktionsfähigkeit im Wohnungswesen vor und berichteten über langfristige Pläne für den Wiederaufbau des Wohnungswesens, wobei sie die Notwendigkeit einer kommunalen Wohnungsversorgung besonders hervorhoben.</p>
<blockquote>
<p>„Wenn wir in unseren Strategien über die intrinsische Widerstandsfähigkeit des Wohnungssektors sprechen, sind wichtige zu erreichende Merkmale das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, starke Akteure im Wohnungsmanagement mit ausreichendem technischen Überblick über den Wohnungsbestand sowie eine klare Definition der Verantwortlichkeiten zwischen den Anbietern und allen Arten von Bewohnern. Dies würde sich positiv auf die Reaktionsfähigkeit bei Risiken auswirken“, fügte Yuliia Popova hinzu.</p>
</blockquote>
<p>Die interaktive Veranstaltung „<em>Politik, Fachartikel und Bausteine: Kapazitätsaufbau für Krisenvorsorge und -bewältigung“</em>, organisiert von der Kyiv School of Economy (KSE), stellte die sich im Wiederaufbau befindlichen Städte in den breiteren internationalen und geopolitischen Kontext in Zeiten von Mehrfachkrisen. Dazu benötigen die Städte einen Verwaltungsapparat, der auf mehreren Ebenen greift, und digitale Werkzeuge, um sich auf Krisen vorzubereiten und deren Folgen zu bewältigen. Wie Yuliia Popova erklärte:</p>
<blockquote>
<p>„Wenn wir über kriegsbedingte Risiken sprechen, sollten wir bedenken, dass diese bereits bestehende systemische Schwächen und Anfälligkeiten noch verstärken. Die Ukraine ist fast ausschließlich ein Land mit Wohneigentum, mit einem erheblichen Anteil an einem Schattenmietmarkt, mit einem eher schwachen System der Wohnungsverwaltung und -instandhaltung und mit unzureichend regulierten Beziehungen auf dem Wohnungsmarkt. Unter solchen Voraussetzungen wird schon der scheinbar rein technische Wiederaufbau eines zerstörten Mehrfamilienhauses oder die Unterbringung von Binnenflüchtlingen rechtlich und organisatorisch kompliziert. Die Kettenreaktionen von Stromausfällen verstärken sich, wenn das Verwaltungssystem mangelhaft ist. Es handelt sich um einen klassischen Fall, in dem sich Risiken mit Schwächen des Systems überschneiden. Wie die Definition von Resilienz jedoch nahelegt, ist ein resilientes System eines, das sich unter externen Belastungen weiterentwickeln kann, und genau das beobachten wir in der Ukraine – die meisten der genannten systemischen Schwächen werden durch die laufende Wohnungsreform angegangen. IWO unterstützt diese Reform durch den Aufbau lokaler Kapazitäten.“</p>
</blockquote>
<p>Im Anschluss an die Podiumsdiskussionen fanden Praxis-Workshops mit allen Teilnehmern statt, in denen sie Programme zum Aufbau von Krisenreaktionskapazitäten für verschiedene Krisenszenarien entwerfen konnten.</p>
<p>Somit deckten die Veranstaltungen ein breites Spektrum an Themen im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Wohnungswesens ab: das Überleben der Wohnungssysteme unter Beschuss, die Nachrüstung von Wohnraum als praktikable Methode zur Schaffung von Sozialwohnungen für die Binnenvertriebenen, langfristige kommunale Wohnungsstrategien und die Rolle des kommunalen Wohnungswesens beim Wiederaufbau der Ukraine sowie die Verankerung der gewonnenen Erkenntnisse in Politik und Institutionen.</p>
<p>Derzeit führt IWO e.V. in der Ukraine vier Projekte im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau des Wohnungswesens durch. Die Plattform des WUF13 bot eine wertvolle Gelegenheit, die Grundlagen und Erkenntnisse dieser Projekte, die gemeinsam mit Partnern gewonnen wurden, zu teilen. Im Rahmen des SUR-Projekts kooperiert IWO mit den Städten Poltawa, Schytomyr, Krementschuk, Bila Tserkwa, Mykolajiw und Kalusch. Im Rahmen von FELICITY II unterstützt IWO die Städte Krywyj Rih und Mykolajiw. Die meisten Städte konnten am WUF13 teilnehmen und stolz die Fortschritte der Ukraine bei der Verbesserung des Wohnungswesens trotz der anhaltenden Angriffe präsentieren, was einmal mehr die Widerstandsfähigkeit der Ukraine unter Beweis stellt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Das Projekt „Stärkung der städtischen Resilienz in den Bereichen Versorgungsinfrastruktur und Wohnungswesen in der Ukraine (SUR)“ ist Teil der deutschen Übergangsentwicklungshilfe, wird vom deutschen <a href="https://www.linkedin.com/company/bmz-bund/">Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)</a> in Auftrag gegeben und von der <a href="https://www.linkedin.com/company/giz-ukraine/">GIZ Ukraine</a> durchgeführt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>IWO mit Partnern auf dem 13. WUF in Baku. Fotos: IWO e.V.</em></p></div>
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				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg" alt="Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer.jpeg 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/">Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern</a>
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					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Am 11. September fand in Almaty die Konferenz "Wohnungsverhältnisse in Kasachstan: Aktualisierung der Gesetzgebung, professionelle Verwaltung und Energieeffizienz in Mehrfamilienhäusern" statt.  An der Konferenz nahmen Vertreter staatlicher Behörden, von...</p>
</div></div>			
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			<article id="post-5808" class="et_pb_post clearfix et_pb_blog_item_0_1 post-5808 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-enable-de category-news_de">

				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_runder-tisch-astana-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png" alt="Runder Tisch der Koalition in Astana" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026.png 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_runder-tisch-astana-09-2026/">Runder Tisch der Koalition in Astana</a>
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					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Erster Runder Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen "Staat und Bürger - Gemeinsam für energieeffizientes Wohnen" &nbsp; In Astana fand am 8. September der erste thematische Runde Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen „Staat...</p>
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			<article id="post-5705" class="et_pb_post clearfix et_pb_blog_item_0_2 post-5705 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-enable-de category-news_de">

				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/02/enable_aktuelle-events-sep-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt-400x250.png" alt="Aktuelle Veranstaltungen des ENABLE-Projekts in Kasachstan" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt.png 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt-400x250.png 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/02/enable_aktuelle-events-sep-2026/">Aktuelle Veranstaltungen des ENABLE-Projekts in Kasachstan</a>
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					<p class="post-meta"><span class="published">2 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Von den Problemen im einzelnen Haus zu gemeinsamen Lösungen: Die Koalition veranstaltet ihren ersten thematischen Runden Tisch &nbsp; Am 8. September 2026 findet in Astana14:00–17:30 Uhr, Park Inn by Radisson Astana, Saryarka-Straße 8a(Format: Hybrid – vor Ort und...</p>
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		<title>Estlands Weg als Vorreiter des Seriellen Sanierens</title>
		<link>https://www.iwoev.org/2025/11/19/estlands-weg-als-vorreiter-des-seriellen-sanierens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Beer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 13:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Felicity II UA]]></category>
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		<category><![CDATA[RenoWave]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In ganz Europa gibt es ihn, trotzdem wird er vor allem Osteuropa, dem Baltikum und Zentralasien zugeschrieben. Der Plattenbau, typenweise in Serie hergestellt, ist ein vermeintliches Relikt aus Sowjetzeiten. Vermeintlich? Auch heute wird Wohnraum wieder in Serie hergestellt und gebaut. Es trägt jetzt andere Namen wie Fertighaus, Fertigbauweise, modulares oder serielles Bauen.</p>
<p>In Osteuropa findet man tatsächlich sehr viele Plattenbauten. Sie sind in schlechtem Zustand und nicht immer klaren Eigentumsverhältnissen. Mehr als 90% dieser Häuser sind in Wohneigentümergemeinschaften organisiert oder eben in Wohneigentümerhand und nicht organisiert. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die Wohnungen privatisiert, von den Regierungen, Städten und Kommunen an die Bewohner verschenkt. Ihnen, die ihre Wohnungen oftmals selbst bewohnen, fehlt es häufig an Bewusstsein für ihr Eigentum. Reparaturen werden in der eigenen Wohnung durchgeführt, aber Gemeinschaftsflächen nicht bedacht und die Notwendigkeit des eigenen Handelns für Reparatur- und Sanierungsarbeiten im und am Haus nicht gesehen. Das notwendige Handeln bleibt aus.</p>
<p>Wohneigentümergemeinschaften sind behäbiger in ihren Entscheidungen, es braucht Abstimmungen und mehrheitliche Beschlüsse, bevor am und im Haus Maßnahmen durchgeführt werden können. Neben fehlenden Kapazitäten im Baugewerbe bremst das Sanierungen aus und verlangsamt und erschwert den Weg zur Klimaneutralität im Gebäudebereich, dem sich viele Länder verpflichtet haben.</p>
<p>Diesen beiden Hemmnissen stellt sich das Interreg Projekt RenoWave mit Partnern aus Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Im Rahmen des Projekts wurde ein Leitfaden entwickelt, wie Kommunen und Länder ihre Wohneigentümergemeinschaften bei erhaltenden und energetischen Sanierungsmaßnahmen unterstützen können, indem sie eine Institution schaffen, die sich der Problematik annimmt. Diese Institution kann als One-Stop-Shop fungieren, der Eigentümer zu Energieeffizienz am und im Gebäude berät, aber auch bei der Planung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen unterstützen kann.</p>
<p>Für typenweise gebaute Häuser wie Plattenbauten machte der Projektpartner Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e. V. auf einen neuen Sanierungsansatz, das serielle Sanieren, aufmerksam. Es funktioniert nach dem Prinzip „Was in Serie gebaut wurde, kann auch seriell saniert werden“. Dieser Ansatz eignet sich generell für fast alle Häuser, aber am besten für in Serie erbaute oder Typenhäuser.</p>
<p>Im Rahmen der Projekte RenoWave und FELICITY II  fand im Oktober 2025 eine von IWO e. V. organisierte Studienreise nach Estland zum Thema Serielles Sanieren und Bauen und, damit einhergehend, Projektmanagement für Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern statt.</p>
<p><strong>Innovation, Praxis und Perspektiven in der Gebäudesanierung</strong></p>
<p>Estland ist Vorreiter beim seriellen Sanieren. In dem baltischen Land wurden bisher 50 Häuser nach diesem Prinzip saniert. Nirgends in Europa gibt es mehr abgeschlossene seriell sanierte Objekte und nirgends gibt es mehr Erfahrung mit diesem zukunftsweisenden Ansatz.</p>
<p>Ukrainische, schwedische, litauische und deutsche Vertreter von Kommunen und NGOs lernten das serielle Sanieren in Estland ganz genau kennen. Sie sahen und begingen in Tallinn und Tartu seriell sanierte Mehrfamilienhäuser, setzten sich im Detail mit diesem speziellen Sanierungsansatz und mit den estnischen Förderbedingungen von Sanierungen auseinander und besuchten das Werk von dem Hersteller Matek AS, in dem Paneelelemente für das serielle Sanieren hergestellt werden.</p>
<p><strong>Schneller ans Ziel</strong></p>
<p>Das serielle Sanieren sei eine sehr gute Möglichkeit, um die ehrgeizigen europäischen Klimaschutzziele für den Gebäudebereich fristgerecht zu erreichen, so Martin Kikas, Leiter der Energieagentur Tartu TREA. Ein Vorteil seien die Skalierbarkeit durch die industrielle Vorfertigung der Elemente vor allem für typengleiche Häuser, die kurze Baustellenzeit, der geringere Bedarf an Fachkräften und die Möglichkeit, dass Bewohner während der Sanierung verhältnismäßig uneingeschränkt in ihren Wohnungen verbleiben können. </p>
<p>Eine serielle Sanierung ist eine energetische Sanierung mit vorgefertigten Fassaden- und Dachelementen. Die Außenhülle des Gebäudes wird mit einem 3D-Laserscan exakt vermessen. Auf dieser Grundlage erfolgen die Planung und dann auch die Herstellung der Elemente. Sie werden in einem Werk hergestellt, zur Baustelle transportiert und dort an der Außenhülle des Gebäudes mit Hilfe eines Krans und zwei Arbeitern befestigt. Diese Elemente erfüllen die Funktionen der Dämmung der Außenhülle und der Erneuerung der Fenster in einem Zug. Zusätzlich kann weitere Gebäudetechnik in ihnen untergebracht und damit erneuert werden, wie beispielsweise Lüftungsrohre für ein Belüftungssystem oder Heiz- und Wasserrohre. Auf Dach- als auch Wandelementen können Solarpaneele installiert werden, Balkone und Fahrstühle können ebenfalls an den Paneelen angebracht werden.</p>
<p>Der passende Zustand der Außenhülle wird im Vorhinein durch eine Testbohrung und Materialanalyse bestätigt. Nur, wenn der Beton noch stark genug und nicht porös ist, können die Elemente sicher angebracht werden. Sie werden mit starken Ankern an der Außenhülle befestigt und miteinander verbunden. Das System folgt dem Baukastenprinzip, als würde man eine zweite Hülle um das Haus bauen. Die Elemente sind aus Holz, sind dadurch leichter, nachhaltig und recycelbar. Die Größe der Elemente ist dem Gebäude angepasst, liegt aber etwa bei 9mx2,5-3m. Die Dicke des Elements hängt davon ab, wie viel Isolierung das Gebäude braucht und ob weitere Systeme wie Leitungen enthalten sind. Die Automatisierung des Herstellungsprozesses spart Zeit ein und auch die Baustellenzeit ist extrem verkürzt im Vergleich zu üblichen Sanierungsverfahren. Ein Element kann in 15-20 Minuten angebracht werden, sodass die Zeit für die gesamte Anbringung der Elemente für ein Mehrfamilienhaus mit beispielsweise 80 Wohneinheiten und 3500m² Wohnfläche im Idealfall so nur 6-8 Wochen betragen kann.</p>
<p><strong>Chance erkannt, politische Richtung angepasst</strong></p>
<p>Wie Ivo Jaanisoo vom Klimaministerium Estlands darlegt, hat die estnische Regierung das Potenzial schnell erkannt und die Fördersysteme und -töpfe für Sanierungen angepasst. Wurden von 2003-2007 nur 11Mio Euro Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen gewährt, sind es seit 2021 mehr als 350Mio Euro für Komplettsanierungen wie auch die serielle Sanierung. Das Kreditsystem habe sich stabilisiert und der Staat stehe für Ausfälle der Banken bei Sanierungskrediten ein.</p>
<p>Warum sich gerade in Estland diese industriellen Strukturen für die serielle Sanierung herausgebildet haben, ist für Annely Känd von Woodhouse Estonia klar. Zum Einen habe es bereits zu Sowjetzeiten eine große Produktion von Platten für die in Serie gebauten Mehrfamilienhäuser gegeben und somit sei die Umwandlung dieses Industriezweigs logisch, da bekannt und im Bewusstsein der Menschen. Zum Anderen sei der Rohstoff Holz in Estland gut und stabil verfügbar. Auch die Weiterentwicklung von diesem speziellen industriellen Ansatz mit großer digitaler Komponente spreche aus dem Herzen und Selbstverständnis der Esten, die bekanntermaßen digitale Vorreiter in Europa sind. </p>
<p><strong>Nachbarschaft als Motor der Sanierung</strong></p>
<p>Besonderes Augenmerk liege bei solchen komplexen Methoden wie dem seriellen Sanieren aber auch auf sozialen Faktoren, so Anu Sarnet vom Verband der Wohnungseigentümergemeinschaften Estlands EKÜL. Mehrfamilienhäuser sind in Estland größtenteils in Wohnungseigentümergemeinschaften organisiert. In ihnen müssen Maßnahmen am und im Haus stets von einer Mehrheit der Eigentümer beschlossen werden. Erfolgreiche Kommunikation sei hierbei sei hierbei das A und O. Die Ausgewogenheit von guten technischen Erklärungen und Feingefühl und Verständnis für die persönliche Situation der einzelnen Eigentümer sei essenziell, um einen Beschluss für eine Komplettsanierung herbeizuführen.</p>
<p>Einen sozial innovativen, da integrierten Ansatz trifft man in Tallinn: das Projekt SOFTacademy, das auf nachbarschaftsbasierte Sanierung setzt. Ziel ist es, mehrere typengleiche Gebäude gemeinsam zu renovieren und gleichzeitig die Höfe zwischen den Häusern aufzuwerten. Die Stadt übernimmt die Hofgestaltung, wenn die Gebäude umfassend saniert werden. Das ist ein Anreiz für kollektives Handeln. Gleichzeitig sollen durch die gemeinsame Sanierung von vier benachbarten Gebäuden Kosten eingespart werden und durch serielle Sanierungen die Planung und der Sanierungsprozess an sich verkürzt werden.</p>
<p>Das Projekt integriert kreative Beteiligungsformate wie Workshops, Hackathons, Malwettbewerbe und Fokusgruppen mit Bewohnern der Häuser. Es werden nicht nur technische Aspekte, sondern auch soziale und gestalterische Fragen diskutiert, etwa die Farbgestaltung, die Integration von Kunst oder die Parkplatznutzung. Die Herausforderungen seien vielfältig, sagt Kadri Auväärt, Projektmanagerin vom SOFTacademy Projekt, von rechtlichen Fragen über sozialen Spannungen bis hin zu mangelndem Vertrauen in städtische Prozesse.</p>
<p><strong>Hoch hinaus</strong></p>
<p>In Tartu zeigt Annika Urbas, Projektmanagerin bei TREA, ein Testgebäude im Plattenbauviertel am Stadtrand. Dort gibt es 22 typenähnliche Gebäude, die mehr als fünf Geschosse haben. Auch diese sollen bald und schnell saniert werden. Der serielle Ansatz für diese typenähnlichen Gebäude würde sich anbieten und ist gewollt. In dem Forschungsprojekt oPEN Lab der Energieagentur Tartu wird nun an einem mit ursprünglich denselben Platten erbauten fünfgeschossigen Gebäude in ebenjenem Viertel getestet, ob andere Verankerungsmöglichkeiten für die Paneele in der ursprünglichen Hauswand es erlauben, auch mehr als Fünfgeschosser auf diese Weise zu sanieren. Aufgrund der Statik und der Gewichte der Elemente ist es bislang technisch nicht möglich, höhere Gebäude als Fünfgeschosser seriell zu sanieren. Das soll sich bald ändern.</p>
<p>Hoch hinaus in europäische Gefilde ist seit einigen Jahren auch der älteste estnische Hersteller von Holzpaneelen Matek AS aus Pärnu unterwegs. Begeistert spricht Kaarel Väer, Vertriebsleiter von Matek, über die positive Entwicklung seines Unternehmens. Referenzen in Estland, Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Litauen und aktuell Deutschland pflastern den Erfolgsweg des Unternehmens. Sie sanieren nicht nur seriell, sie bauen auch in Serie. Sie bauen modular. 4,2m Breite, 12m Länge und 3m Höhe dürfen die Module maximal messen, sonst können sie nicht transportiert werden. In der Fabrikhalle erscheint alles sehr simpel und klar so wie die Idee an sich. Es ist aufgeräumt, Arbeiter schrauben und messen, jeder an seinem Paneel, jede Hand weiß, was zu tun ist. Die Paneele für die Sanierungen stehen in Reih und Glied nebeneinander. In einer anderen Halle stehen mehrere Baumodule nebeneinander, wie Legobausteine werden sie später auf der Baustelle von einem Kran auf- und nebeneinandergestapelt, dann miteinander verbunden und in Windeseile werden sie zu einem großen Haus geworden sein.</p>
<p><strong>Lösung für Estland, Chance für Europa</strong></p>
<p>Die Schnelligkeit des Ansatzes von seriellem Sanieren und Bauen ist eine große Chance für Europa. Gebäudebestände könnten in den Mitgliedsländern schneller, effizienter und dann auch kostengünstiger saniert werden, sollte der Ansatz in die Massenproduktion gehen. Wohnraummangel könnte so effektiv und schnell behoben werden. Fachkräftemangel könnte für die Baubranche umgangen werden, da durch die Vorfertigung von Elementen und Modulen weniger Gewerke auf den Baustellen beschäftigt wären. Baustellenzeiten würden verkürzt, die Bauarbeiten vor Ort wären weniger stark vom Wetter abhängig und könnten im Sommer wie Winter durchgeführt werden.</p>
<p>Für die Ukraine könnte der serielle Ansatz der Schlüssel zum erfolgreichen Wiederaufbau sein. Serielle Wandelemente eignen sich nicht nur für die Sanierung vom eh schon in die Jahre gekommenen sowjetischen Gebäudebestand, der seine Lebensdauer bereits überschritten hat, sondern auch für die Instandsetzung von beschädigten Gebäuden. Mit der Holzmodulbauweise können neue Wohngebäude schnell und nicht aufwendig errichtet werden.</p>
<p>Es gibt in Zusammenarbeit mit der Firma Matek AS ein erstes Pilotvorhaben in Nizhyn im Chernihiv Oblast im Norden der Ukraine. Es wird zeigen, ob sich der Ansatz in der Ukraine etablieren kann. Wichtig dafür seien neben einem ersten erfolgreichen Pilotprojekt stabile Fördermöglichkeiten, internationale Investitionen, aber auch Veränderungen in der Politik, so Knut Höller, Geschäftsführer von IWO e.V..</p>
<p>Die Projektpartner von RenoWave, allem voran der deutsche IWO e.V. und der schwedische Landkreis Dalarna werden sich auch nach Projektschluss im Dezember 2025 weiterhin für den ukrainischen Gebäudesektor einsetzen. Serielle Sanierung und gutes Projektmanagement für Sanierungsprojekte können ein wichtiger Hebel beim Wiederaufbau des Landes für mehr und besseres Wohnen sein. Gute Praxisbeispiele zu sehen, um diese Erfahrungen und Möglichkeiten durch andere Wege aufzuzeigen, war Anliegen und Ziel der Studienreise im Oktober nach Estland für Projektpartner aus der Ukraine und dem Ostseeraum. Ein großer Dank gilt den Fördergebern Interreg Baltic Sea Region und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ GmbH für die Ermöglichung der Reise.</p>
<hr />
<p>Das Projekt „One-Stop-Shop extended model to increase the multi-apartment building stock renovation in the BSR“ (RenoWave) wird mit Unterstützung des EU-Förderprogramms Interreg Baltic Sea Region 2021–2027 durchgeführt. Das Projekt entwickelt ein erweitertes One-Stop-Shop-Modell, das speziell für Mehrfamilienhäuser in den Ländern der Ostseeregion konzipiert ist. Partnerländer sind Schweden, Finnland, Polen, Deutschland, Litauen, Lettland und Estland.</p>
<p>Das Projekt FELICITY II wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) durchgeführt.</p></div>
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				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/10/06/sur2-pr-bila-tserkva/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/10/SUR2_Bila-Tserkva-f1-400x250.jpg" alt="Wohnungsstrategie für Bila Tserkva" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/10/SUR2_Bila-Tserkva-f1.jpg 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/10/SUR2_Bila-Tserkva-f1-400x250.jpg 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/10/06/sur2-pr-bila-tserkva/">Wohnungsstrategie für Bila Tserkva</a>
											</h2>
				
					<p class="post-meta"><span class="published">6 Okt. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Gemeinsam mit Partnern in Bila Tserkva veranstaltete IWO ein Arbeitstreffen zur Entwicklung einer lokalen Wohnungsstrategie im Rahmen des Projekts „Strengthening of Urban Resilience in the Areas of Supply Infrastructure and Housing“ (SUR). Dieses ist Teil der...</p>
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			<article id="post-5839" class="et_pb_post clearfix et_pb_blog_item_1_1 post-5839 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-enable-de category-news_de">

				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg" alt="Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer.jpeg 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/">Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern</a>
											</h2>
				
					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Am 11. September fand in Almaty die Konferenz "Wohnungsverhältnisse in Kasachstan: Aktualisierung der Gesetzgebung, professionelle Verwaltung und Energieeffizienz in Mehrfamilienhäusern" statt.  An der Konferenz nahmen Vertreter staatlicher Behörden, von...</p>
</div></div>			
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			<article id="post-5808" class="et_pb_post clearfix et_pb_blog_item_1_2 post-5808 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-enable-de category-news_de">

				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_runder-tisch-astana-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png" alt="Runder Tisch der Koalition in Astana" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026.png 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
														<h2 class="entry-title">
													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_runder-tisch-astana-09-2026/">Runder Tisch der Koalition in Astana</a>
											</h2>
				
					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Erster Runder Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen "Staat und Bürger - Gemeinsam für energieeffizientes Wohnen" &nbsp; In Astana fand am 8. September der erste thematische Runde Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen „Staat...</p>
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		<title>Ukrainische Städte auf den Spuren litauischer Erfahrungen im Bereich Gebäudesanierung und OSS-Modelle</title>
		<link>https://www.iwoev.org/2025/08/01/f2ca_r_study-tour-to-vilnius/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Beer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 10:38:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Felicity II UA]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[OSS]]></category>
		<category><![CDATA[RenoWave]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><em>Vilnius &amp; Birštonas, Litauen – 22. bis 24. Juli 2025. </em>Vertreterinnen und Vertreter der ukrainischen Städte Lemberg, Mykolajiw und Krywyj Rih besuchten Litauen, um sich über bewährte Verfahren bei der Modernisierung von Mehrfamilienhäusern und die Umsetzung von One-Stop-Shop-Modellen (OSS) für energieeffiziente Sanierungen zu informieren. Der Besuch wurde im Rahmen des RenoWave-Projekts organisiert, das vom Interreg-Programm der Europäischen Union unterstützt wird, sowie des FELICITY II-Projekts, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und mit Unterstützung der deutschen Bundesregierung im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) durchgeführt wird.</p>
<p>Obwohl die Ukraine derzeit aufgrund des Krieges vor enormen Herausforderungen steht, hat sie wie Litauen einen riesigen Bestand an Wohngebäuden aus der Sowjetzeit „geerbt“, in denen der Großteil der städtischen Bevölkerung lebt. Vertreter/innen der ukrainischen Delegation betonten, dass diese überwiegend in der Sowjetzeit erbauten Wohnblocks trotz des andauernden Krieges und bereits zuvor dringender Aufmerksamkeit bedürfen. Die Sanierung wird nicht nur für den Wiederaufbau zerstörter Gebäude, sondern auch für die Schaffung einer nachhaltigen und energieeffizienten Zukunft für die Ukraine immer wichtiger.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund wurde der Delegation die Arbeit von Atnaujinkime miestą („Lasst uns die Stadt renovieren”) vorgestellt, einer kommunalen Einrichtung, die Renovierungsprojekte unter Verwendung eines umfassenden OSS-Ansatzes koordiniert.</p>
<p>Die Organisation hat bereits Investitionen in Höhe von über 250 Millionen Euro akquiriert und unterstützt die Bewohner/innen während des gesamten Renovierungsprozesses.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Unsere wichtigsten Erfolgsfaktoren sind die starke Unterstützung durch die Stadtverwaltung von Vilnius und ein professionelles Team, das den Bewohnerinnen und Bewohnern hilft, Renovierungsentscheidungen zu treffen und den gesamten Prozess zu verwalten“</em>, hob Eglė Randytė, Leiterin von Atnaujinkime miestą, hervor. </p>
<p>Die Delegation besichtigte renovierte Gebäude im Stadtteil Žirmūnai sowie die Ambulanzklinik Antakalnis und gewann Einblicke in die Modernisierung von Wohn- und öffentlichen Gebäuden. Der Besuch umfasste auch die Besichtigung des Heizkraftwerks Vilnius, das Litauens Kreislaufwirtschaftsansatz für Fernwärme demonstriert.</p>
<p>Der letzte Tag des Besuchs fand in Birštonas statt, einem Ferienort, der sich zu einem nationalen Vorreiter bei der Modernisierung von Mehrfamilienhäusern entwickelt hat. Über 63 Prozent der Mehrfamilienhäuser der Stadt wurden bereits renoviert – eine der höchsten Quoten in Litauen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Wir glauben, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Renovierung in einem kontinuierlichen Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und einem klaren, transparenten Prozess liegt“</em>, erläuterte Edvardas Citvaras, stellvertretender Bürgermeister von Birštonas. </p>
<p>Die ukrainische Delegation informierte sich über den wegweisenden Ansatz von Birštonas bei der Sanierung von Stadtvierteln und das lokale OSS-Modell, das den Bewohnerinnen und Bewohnern technische, rechtliche und finanzielle Beratung bietet.</p>
<p>Im Anschluss an die Besichtigungen vor Ort nahm die ukrainische Delegation an einer Workshop-Sitzung in Vilnius teil. Sie hörte einen Vortrag von Valius Serbenta, einem führenden litauischen Energieeffizienz-Experten, erhielt einen Überblick über das FELICITY II-Projekt und die aktuelle Arbeit der Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO e.V.) in den Projektstädten Mykolajiw und Krywyj Rih. Der Workshop bot Raum für Reflexion und Austausch. Die ukrainischen Teilnehmer/innen tauschten ihre Eindrücke aus, diskutierten die Anwendbarkeit litauischer Modelle in ihren eigenen Städten und skizzierten die nächsten Schritte für die Anpassung von OSS-Ansätzen und integrierten Sanierungsstrategien in der Ukraine.</p>
<p>Trotz des andauernden Krieges arbeiten ukrainische Kommunen aktiv an der Entwicklung moderner, energieeffizienter Ansätze für die Sanierung von Wohngebäuden. Die litauischen Erfahrungen bieten wertvolle Erkenntnisse in den Bereichen Governance, Finanzierung und Bürgerbeteiligung. Die Studienreise stellt einen wichtigen Schritt dar, um die Ukraine an europäische Energieeffizienzstandards heranzuführen und neue Modelle für den Wiederaufbau von Wohngebäuden nach dem Krieg zu entwickeln, bei denen Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt stehen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Diese Studienreise hat uns einen umfassenden Überblick darüber verschafft, wie Litauen die Herausforderung der Modernisierung seines Wohnungsbestands angegangen ist. Von der stadtweiten Koordinierung der Renovierungsarbeiten in Vilnius bis hin zum beeindruckenden Ansatz der Stadtteilrenovierung in Birštonas haben wir gesehen, wie eine starke kommunale Führung, die Einbindung der Bewohner/innen und klare Verfahren zu echten Ergebnissen führen können. Die Diskussionen haben uns dabei geholfen, darüber nachzudenken, wie diese Ansätze an die Gegebenheiten in der Ukraine angepasst werden könnten – nicht nur für den Wiederaufbau, sondern auch für einen besseren Neubau“</em>, fasste Serhii Korneev, stellvertretender Bürgermeister des Stadtrats von Mykolajiw, die Eindrücke der Gruppe aus Litauen zusammen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;"><em>Foto: Die Teilnehmer/innen der Studienreise. </em><em>Bildnachweis: Saulius Ziura</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;"><em>Foto: Edvardas Citvaras, stellvertretender Bürgermeister von Birštonas. </em><em>Bildnachweis: Andrii Kirchev</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;"><em>Foto: Eglė Randytė, Leiterin von Atnaujinkime miestą. </em><em>Bildnachweis: Saulius Ziura</em></p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;"><em>Foto: Flaggen von Litauen und Birstonas. </em><em>Bildnachweis: Andrii Kirchev</em></p></div>
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                        <h3 class="dtq-team-content-name">Knut Höller</h3> <div class="dtq-team-content-job-title">Geschäftsführendes Vorstandsmitglied & Projektleiter</div> 
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				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg" alt="Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer.jpeg 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_photo3_Almaty-11-9-2026_quer-400x250.jpeg 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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													<a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_konferenz-almaty-09-2026/">Konferenz in Almaty: Professionelle Verwaltung und Modernisierung von Mehrfamilienhäusern</a>
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					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Am 11. September fand in Almaty die Konferenz "Wohnungsverhältnisse in Kasachstan: Aktualisierung der Gesetzgebung, professionelle Verwaltung und Energieeffizienz in Mehrfamilienhäusern" statt.  An der Konferenz nahmen Vertreter staatlicher Behörden, von...</p>
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				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/25/enable_runder-tisch-astana-09-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png" alt="Runder Tisch der Koalition in Astana" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026.png 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/ENABLE_group-photo_3_09-2026-400x250.png 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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					<p class="post-meta"><span class="published">25 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Erster Runder Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen "Staat und Bürger - Gemeinsam für energieeffizientes Wohnen" &nbsp; In Astana fand am 8. September der erste thematische Runde Tisch der Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen „Staat...</p>
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			<article id="post-5705" class="et_pb_post clearfix et_pb_blog_item_2_2 post-5705 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-enable-de category-news_de">

				<div class="et_pb_image_container"><a href="https://www.iwoev.org/2026/09/02/enable_aktuelle-events-sep-2026/" class="entry-featured-image-url"><img decoding="async" src="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt-400x250.png" alt="Aktuelle Veranstaltungen des ENABLE-Projekts in Kasachstan" class="" srcset="https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt.png 479w, https://www.iwoev.org/wp-content/uploads/2026/09/20260901_Bild_mit-KI-erstellt-400x250.png 480w " sizes="(max-width:479px) 479px, 100vw "  width="400" height="250" /></a></div>
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					<p class="post-meta"><span class="published">2 Sep. 2026</span></p><div class="post-content"><div class="post-content-inner et_multi_view_hidden"><p>Von den Problemen im einzelnen Haus zu gemeinsamen Lösungen: Die Koalition veranstaltet ihren ersten thematischen Runden Tisch &nbsp; Am 8. September 2026 findet in Astana14:00–17:30 Uhr, Park Inn by Radisson Astana, Saryarka-Straße 8a(Format: Hybrid – vor Ort und...</p>
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