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Wohnungsstrategie für Bila Tserkva: Ergebnisse einer soziodemografischen Studie zu Binnenvertriebenen vorgestellt
Gemeinsam mit Partnern in Bila Tserkva veranstaltete IWO ein Arbeitstreffen zur Entwicklung einer lokalen Wohnungsstrategie im Rahmen des Projekts „Strengthening of Urban Resilience in the Areas of Supply Infrastructure and Housing“ (SUR).
Dieses ist Teil der deutschen Strukturbildenden Übergangshilfe, beauftragt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ Ukraine) GmbH.
An der Veranstaltung nahmen Vertreter/innen der zuständigen Abteilungen des Stadtrats von Bila Tserkva, Vertreter/innen des Rates für Binnenvertriebene, Vorsitzende lokaler Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern (OSBB) sowie Projektexpertinnen und -experten teil. Die Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Wohnungsstrategie wird von den stellvertretenden Bürgermeistern Alona Kolotnytska und Vasyl Morskyi geleitet.
Die Arbeit am Dokument erfolgt vor dem Hintergrund einer umfassenden Reform der Wohnungspolitik gemäß den Verpflichtungen im Rahmen der Umsetzung des Plans der Ukraine für die „Ukraine Facility“, der die Verabschiedung einer nationalen Wohnungsstrategie beinhaltet. In diesem Zusammenhang müssen lokale Wohnungsstrategien mit den staatlichen Prioritäten abgestimmt werden und gleichzeitig den lokalen Gegebenheiten, Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. Durch die Teilnahme am SUR-Projekt erhalten die Städte Unterstützung bei diesen Umgestaltungen.
Im Rahmen des Arbeitstreffens stellten die Expertinnen und Experten Folgendes vor:
- Den rechtlichen Rahmen und die Struktur des Konzepts für die Wohnraumpolitik einer kommunalen Gebietskörperschaft: Nataliia Korotchenko, Expertin für Wohnraumpolitik bei IWO e.V., und Yuliia Popova, Projektmanagerin und Analystin bei IWO e.V., stellten ein praktisches Modell zur Strategieentwicklung am Beispiel der Arbeiten für die Stadtgemeinde Schytomyr vor;
- Eine soziodemografische Studie zu Binnenvertriebenen in Bila Tserkva: Svitlana Mashtak, leitende Soziologin bei dem Forschungsunternehmen „Operatyvna Sotsiolohiia“ LLC, präsentierte die Ergebnisse einer im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführten Studie, die soziodemografische Veränderungen in der Stadt Bila Tserkva aufzeigt im Zusammenhang mit der Binnenvertreibung, der demografischen Struktur der Binnenvertriebenen, den Besonderheiten ihrer Wohnsituation und Bedürfnisse, dem Grad ihrer Integration in die Gemeinschaft, der Wirksamkeit bestehender Unterstützungsprogramme sowie weitere zentrale Aspekte.
Die Studie zeigte eine klare Besonderheit von Bila Tserkva auf: Unter den Vertriebenen wurde ein hoher Anteil an erwerbsfähigen Personen und Fachkräften mit Hochschulabschluss festgestellt. Einen erheblichen Einfluss auf die lokale Dynamik hatte die Verlagerung von Unternehmen zusammen mit ihren Mitarbeitenden, was sich unmittelbar auf die Nachfrage und die Preisentwicklung auf den Märkten für Vermietung und Immobilienkauf auswirkte. Die Mitglieder des Rates für Fragen der Binnenvertriebenen ergänzten die quantitativen Daten durch ihre eigene Einschätzung der Herausforderungen, mit denen die Vertriebenen in der Gemeinde konfrontiert sind.
Die gewonnenen Daten werden als Grundlage für die Entwicklung einer Wohnungsstrategie für Bila Tserkva dienen. Sie ermöglichen es, den Bedarf an Sozialwohnungen zu begründen und quantitativ zu bewerten sowie den Investitionsumfang zu planen, der zur Deckung des Wohnraumbedarfs der Gemeinde erforderlich ist.
IWO e.V. bedankt sich herzlich bei der Gemeinde Bila Tserkva, den Fachleuten und Partner/innen für ihre Dialogbereitschaft und die konstruktive Zusammenarbeit im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung des Wohnungssektors in der Ukraine.
Ein Videobericht über die Veranstaltung ist in der Pressemitteilung des Stadtrates von Bila Tserkva zu finden: https://bc-rada.gov.ua/node/17765.
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