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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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IVIM-Konferenz 2016 „Initiativen für ein Aus- und Fortbildungssystem für Wohnungsverwalter“ in Minsk


Aus- und Fortbildung von Wohnungsverwaltern und bessere Informationsangebote für Wohnungseigentümer im osteuropäischen Raum – diesen wichtigen Themen widmeten sich Organisatoren und Teilnehmer der sechsten Internationalen Konferenz des IVIM am 9. November 2016 in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Vertreter aus neun Ländern informierten und diskutierten über Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Lösungswege.

Die Konferenz fand unter dem Titel „Initiativen zum Aufbau eines Systems der Aus- und Fortbildung von Wohnungsverwaltern und der Information der Wohnungseigentümer“ in den Räumen des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks „IBB Johannes Rau“ in Minsk statt. Mitveranstalter waren neben dem Internationalen Verband für Immobilienmanagement (IVIM) die Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V, das EU-geförderte Projekt HOME und die Staatliche Technologische Universität Belarus.

Mehr als 80 Experten und Stakeholder aus Aserbaidschan, Belarus, Deutschland, Georgien, Litauen, Lettland, Moldau, Russland und der Ukraine nahmen teil. Sie informierten und berieten über Möglichkeiten für die Schaffung eines Ausbildungssystems professioneller Immobilienverwalter sowie eines verbesserten Informationsangebots für Wohnungseigentümer in den betreffenden Ländern.

Unter den Rednern waren wichtige Entscheider und Experten aus Belarus, Lettland, der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland. Die IVIM-Konferenz integrierte erstmalig auch Informationen und Erfahrungsberichte zu Aserbaidschan und Georgien. Programm und Vorträge dienten der Information für Wohnungseigentümer ebenso wie dem Austausch über die Möglichkeiten der Digitalisierung im Wohn- und Verwaltungsbereich und erfolgreichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu Energieeffizienz am Beispiel eines Weltbank-Projekts in der Ukraine.

IVIM-Vorsitzender Werner Merkel, der die Konferenz eröffnete, stellte das duale Ausbildungssystems in Deutschland vor und zeigte mögliche Anknüpfungspunkte für andere Länder wie Belarus auf.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Belarus, Peter Dettmar, betonte in seinem Grußwort die Notwendigkeit gut ausgebildeter Fachkräfte für die Wohnungswirtschaft. Gennadij Trubilo, Stellvertreter des Ministers für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Republik Belarus, verwies auf wichtige Fortschritte in Belarus wie der Zertifizierung von Wohnungsverwaltern und neuen Ausbildungs-Curricula.

In den sechs Jahren seines Bestehens ist es dem IVIM gelungen, seine Jahreskonferenzen als internationale Plattform für Austausch, Know-how-Transfer, Kontaktvermittlung und die Anbahnung von Kooperationsprojekten zu etablieren. Damit stellen die Konferenzen ein bislang einzigartiges Forum für den multilateralen Austausch der Verwaltungsakteure aus Osteuropa, Zentralasien, Deutschland und anderen EU-Staaten dar. Bisher beteiligten sich mehr als 500 Führungskräfte aus Verbänden und Unternehmen sowie Experten und Akteure aus der Immobilienverwaltung.

Die Berichte und Diskussionen auf der Konferenz 2016 zeigten, dass die Situation der Aus- und Fortbildung von Wohnungsverwaltern im postsowjetischen Raum von Land zu Land stark variiert. So stehen fortgeschrittene systematische Entwicklungen wie in Lettland den initialen und punktuellen Ansätzen in Aserbaidschan und Georgien gegenüber. Besonderer Handlungsbedarf besteht hier in den Bereichen Marktbereitung und -bedingungen, Finanzierung der Ausbildung, Spezialisierung der Bildungseinrichtungen und Qualifizierung der Lehrkräfte und Ausbilder. In diesem Zusammenhang diskutierten die Redner und Teilnehmer der Konferenz 2016, ob Immobilienverwalter an Hochschulen oder durch Berufsausbildungsstätten ausgebildet werden sollten. In einigen Ländern scheint ein Ausbildungsberuf in diesem Tätigkeitsfeld jedoch in weiterer Ferne – hier fehlen bisher die Voraussetzungen für ein duales Berufsausbildungssystem wie es in Deutschland besteht.

Die nächste IVIM-Konferenz ist Mitte September 2017 in Odessa geplant. Weitere Informationen erhalten Sie in Kürze an dieser Stelle. Das Programm wird unter anderem ein Schlaglicht auf Erfahrungen und Berichte der „Ressourcenzentren“ werfen. Sie werden aktuell in Russland, Belarus, der Ukraine und weiteren Ländern des postsowjetischen Raums eingerichtet und befassen sich - abhängig von Land und Region - mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Aufgaben auch im Hinblick auf Informationen und Ausbildungen für die Zielgruppen Wohnungseigentümer und Verwalter.

Die IVIM-Konferenz 2016 wurde vom EU-geförderten Projekt HOME kofinanziert.

 

Kontakt

Johann Strese
Tel: +49 30 20 67 98 02
strese@iwoev.org


Agenda

deutsch

Dokumentation

IVIM-Webseite mit

- Präsentationen in russischer Sprache

- zentralen Thesen der VIII. Internationalen Konferenz

- Übersicht über die Initiativen des IVIM zur Transformation der Wohnungsverwaltung in der Republik Belarus im Zeitraum 2014-2016


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