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Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.Initiative Wohnungswirtschaft Osteuropa (IWO) e.V.


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Nachhaltige Stadtentwicklung und energetische Modernisierung des Wohnungsbestandes


Eine Konferenz zu diesem Thema fand am 15.06.2016 in Lwiw im Rahmen der Europäischen Woche für nachhaltige Energiewirtschaft – 2016 statt. Sie war zugleich Abschlussveranstaltung des deutsch-ukrainischen Projekts „Nachhaltige Wohnungswirtschaft in der Ukraine: Förderung der lokalen Entwicklung und Stärkung der Rolle nichtstaatlicher Akteure“.

v.l.n.r.: Alexander Kobsarev, director of the Mayor's Office, Lviv City Administration, Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, FH Potsdam - Institut für angewandte Forschung Urbane Zukunft, Potsdam, Olga Borodankova, sector manager for Coal - Energy Efficiency, Delegation of the European Union to Ukraine, Kyiv, Sergij Soltys, Lviv City Administration, Svyatoslav Pavlyuk, experte of Association «Energy Efficient Cities of Ukraine», Lviv

Dieses Projekt wurde im Rahmen des Programms der EU-Kommission „Neighbourhood Civil Society Facility 2012” und „Non-State Actors and Local Authorities in Development (NSA & LA) 2013. Actions in partner countries“ durchgeführt. Im Projekt wurde das Potenzial von Organisationen der Zivilgesellschaft und der lokalen Behörden als Voraussetzung für eine offene und demokratische Gesellschaft weiterentwickelt und gestärkt. Ziel der Konferenz war es, interessierten Bürgern, lokalen Behörden, Abgeordneten, Vereinen und Geschäftsleuten Hilfestellung zur Durchführung praktischer Schritte bei der nachhaltigen Entwicklung der Städte und Wohnbedingungen zu geben. „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern“ erinnern die Aktivisten der nachhaltigen Entwicklung an ein bekanntes Sprichwort. Davon haben sich die Projektpartner bei der gemeinsamen Ausarbeitung von lokalen Strategien der nachhaltigen Entwicklung der Städte mit Vertretern der Stadtverwaltungen, verschiedener gesellschaftlicher Organisationen und Hochschulen leiten lassen. Auf der Konferenz wurden die Strategien der Partnerstädte Lwiw, Saporischschja, Odessa, Hola Prystan sowie der Stadt Schowkwa, Region Lwiw, die sich dem Projekt aus eigener Initiative anschloss, vorgestellt.

Die Fragen der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft, Wohnungsverwaltung, Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung alternativer Energiequellen standen im Mittelpunkt bei der Erarbeitung der lokalen Strategien für eine nachhaltige Entwicklung. Auf dem Wege zur europäischen Integration muss die Wohnungs- und Kommunalwirtschaft modernisiert werden, wobei den Stadtverwaltungen unter aktiver Einbeziehung einer breiten Öffentlichkeit eine Hauptverantwortung zukommt.

Das Projekt hat gezeigt, dass die Entwicklung der Strategie als langfristiger Handlungsplan durch gemeinsame Anstrengungen, in dem auch die Wünsche der einfachen Bürger berücksichtigt werden, positiven Einfluss auf die Konsolidierung verschiedener Akteure rund um das Thema Modernisierung des Wohnungsbestandes hat, was zur Lösung eines derart komplexen Problems auch notwendig ist. Die Arbeit an der Strategie ist zugleich ein Prozess, der die Realisierung des betreffenden Planes, die Gesamtheit der Handlungen aller Akteure bei der Einführung der geplanten Maßnahmen begleitet. Deshalb wurden im Projekt Pilotmaßnahmen im Rahmen der lokalen Nachhaltigkeitsstrategien realisiert, die auf die Erhöhung der Energieeffizienz im Wohnungsbestand und auf die Wohnungsverwaltung abzielen. In die Ausschreibung und Durchführung der Pilotmaßnahmen wurden gesellschaftliche Organisationen im Bereich der Wohnungsverwaltung und Energieeinsparung in Gebäuden sowie Wohneigentümergemeinschaften (ukrainisch OSBB) einbezogen.

Der Wohnungsbestand ist sehr heterogen: angefangen bei Wohngebäuden in den historischen Zentren alter Städte bis hin zu den Schlafstädten der sechziger bis neunziger Jahre an der Peripherie. Auf der Konferenz konnten sich die Teilnehmer mit neuen Lösungen der energetischen Modernisierung von Wohnsiedlungen in Plattenbauweise in Deutschland (in der ehemaligen DDR) bekanntmachen (Prof. Dr.-Ing. Michael Prytula, Fachhochschule Potsdam, Institut für angewandte Forschung „Urbane Zukunft“). Innovative Vorschläge zur Sanierung des historischen Stadtkerns von Lwiw unterbreitete Michael Engel, Mitarbeiter des Projektes „Municipal Development and Rehabilitation of the Old City of Lviv“, Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Lwiw.

Informationen über die Konferenz (darunter Präsentationen), das Projekt und die Projektergebnisse finden Sie unter www.energodom.org

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Kontakt

Larissa Schreckenbach
Tel: +49 3020605487
schreckenbach@iwoev.org

Johann Strese
Tel: +49 30 20679802
strese@iwoev.org

Projektdokumentation (RU)


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